ZEFIR-Forschungsberichte / ZEFIR-Materialien

"ZEFIR-Forschungsberichte"

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ZEFIR-FORSCHUNGSBERICHTE BD. 10: FAMILIENBUEROS IN NORDRHEIN-WESTFALEN – VERBREITUNG, AUFGABEN UND ERFOLGSBEDINGUNGEN

Familien haben viele Aufgaben – und sie brauchen bei der Erfüllung dieser Aufgaben Hilfe und Unterstützung. In den Kommunen gibt es eine Vielzahl von Maßnahmen, Angeboten und Einrichtungen, die genau das bieten. Das Spektrum der Angebote ist breit und in jeder Kommune stellt sich die Lage anders dar, so dass ein Überblick oft sogar den Fachleuten schwer fällt.
Für eine bedarfsgerechte Nutzung vorhandener Unterstützungsangebote sind Informationen wichtig, die Familien Orientierung geben und den Zugang erleichtern. Eine Vernetzung der Akteure und funktionierende Kooperationen sind dafür unverzichtbar. Um dies zu erreichen, wurden in vielen Kommunen strukturelle Lösungen angegangen. Eine relativ neue Form der Institutionalisierung von vernetzenden und/oder beratenden Aufgaben sind seit einigen Jahren kommunale Stellen, die in der Regel als Familienbüro bezeichnet werden.
Welche Aufgaben haben diese Familienbüros? Welche Erfolge haben sie erzielen können und welche Voraussetzungen sind hierfür entscheidend? Diese und weitere Fragen beantwortet die Studie mit Blick auf Familienbüros in Nordrhein-Westfalen.

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ZEFIR-FORSCHUNGSBERICHTE BD. 9:

AUSWIRKUNGEN DER AUFHEBUNG DER KOMMUNALEN SPERRKLAUSEL AUF DAS KOMMUNALPOLITISCHE ENTSCHEIDUNGSSYSTEM IN NORDRHEIN-WESTFALEN

Im Rahmen der aktuellen Beratungen des Landtags NRW wurden im Auftrag der SPD-Landtagsfraktion alle (Ober-)Bürgermeister in Städten in NRW mit mehr als 25.000 Einwohnern und alle Landräte zu Arbeitsbedingungen und Funktionsfähigkeit der Kommunalvertretungen befragt. Die Ergebnisse der Befragung werden ergänzt durch eine ausführliche Analyse der Ratswahlergebnisse seit 1999, die vor allem die stark gewachsene Fragmentierung der Kommunalvertretungen seit Abschaffung der Sperrklausel zeigt. Aufgrund der hier präsentierten Ergebnisse ist die Einführung einer kommunalen Sperrklausel von 3% bei Rats- und Kreistagswahlen in NRW aus der Sicht der Autoren zwingend erforderlich. Nordrhein-Westfälische Kommunen - insbesondere die Großstädte - sind aufgrund landesspezifischer Besonderheiten konkurrenzdemokratisch strukturiert und dies bringt bei der empirisch nachgewiesenen stark zugenommenen Fragmentierung der Räte erhebliche Funktionsstörungen mit sich.

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ZEFIR-FORSCHUNGSBERICHTE BD. 8:

GLOBAL SOCIAL WORK: REGIONALE UND LOKALE HERAUSFORDERUNGEN DER ARMUTSZUWANDERUNG AUS SÜDOSTEUROPA

Auch wenn die armutsgeprägte Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien nach Deutschland seit 2007 quantitativ ein relativ geringes Ausmaß an der gesamten Zuwanderung aus diesen Ländern ausmacht, hat sie nicht nur eine mediale Debatte ausgelöst, sondern stellt auch Stadtforschung und Soziale Arbeit vor neue, grundlegende Herausforderungen. In wenigen Stadtteilen beispielweise in Duisburg, Mannheim, Köln, Gelsenkirchen oder Dortmund gleichen sich die Berichte über die Neuzuwanderung, die geprägt sind von problematischen Wohnverhältnissen, prekären Arbeitsmöglichkeiten, mangelnder Gesundheitsversorgung und überforderten Nachbarschaften. Soziale Arbeit, lokale Politik und die lokale Zivilgesellschaft müssen gemeinsam Lösungen für ein gelingendes Zusammenleben finden.

Vor diesem Hintergrund richtete das ZEFIR gemeinsam mit der FH Dortmund eine internationale Fachtagung in Dortmund mit dem Titel „Global Social Work: Regionale und lokale Herausforderungen der Armutszuwanderung aus Südosteuropa“ aus. Die Vorträge der Expertinnen und Experten aus Deutschland und Bulgarien sind in diesem Werkstattbericht dokumentiert.

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ZEFIR-Forschungsberichte Bd. 7

KLEINRÄUMIGE SEGREGATIONSEFFEKTE VON BERGWERKSSTILLLEGUNGEN IM RUHRGEBIET AM BEISPIEL AUSGEWÄHLTER KOMMUNEN

Die in Kooperation mit der RAG Stiftung und dem Institut für soziale Bewegungen entstandene Studie zu kleinräumigen Effekten von Zechenstandortschließungen untersucht die langfristigen sozialen Wirkungen des Wegfalls einfacher industrieller Arbeitsplätze auf die nahräumliche Umgebung am Beispiel der Fallstädte Gelsenkirchen, Essen und Herten.
Bergwerksstilllegungen in der Region mögen regionale Prozesse von Abwanderung, Arbeitslosigkeit und Verarmung ausgelöst bzw. beschleunigt haben. Einen kleinräumig isolierbaren Effekt auf die einzelnen Stadtteile, die zuvor vom Bergbau geprägt waren, hat es aber im Ergebnis unserer Untersuchungen in der Spätphase des Bergbaus nicht gegeben. Vielmehr treten diese aufgrund der Entkoppelung von Wohn- und Arbeitsort zeitlich verzögert auf, wenn nicht in die nachwachsende Generation in solchen Quartieren investiert wird.

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ZEFIR-Forschungsberichte Bd. 6

„Angelika Engelbert/Vanessa Gaffron: "ALLEINERZIEHENDE IN NORDRHEIN-WESTFALEN. Unterstützungsbedarfe und Unterstützungsmöglichkeiten"

Diese vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport (MFKJKS) geförderte Studie zeigt die Lebenssituation und Unterstützungsbedarfe von Alleinerziehenden in NRW auf. Dies geschieht vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstandes und auf Basis erstmaliger Auswertungen des integrierten Datensatzes der „kommunalen Familienberichterstattung in Nordrhein-Westfalen“.

Vor diesem Hintergrund werden die faktischen Unterstützungsangebote für Alleinerziehende, insbesondere auf lokaler Ebene, vorgestellt und Beispiele guter Praxis beschrieben.

Als Fazit werden Angebotslücken in Bezug auf die festgestellten Unterstützungsbedarfe genannt und mögliche Ansatzpunkte für eine kommunale Politik für Alleinerziehende aufgeführt. Sinnvolle landespolitische Schwerpunkte einer Förderung und Unterstützung dieser lokalen Politikansätze beschließen diese Studie, in die auch die Ergebnisse einer Fachtagung mit 70 Fachleuten aus kommunalen Ämtern, Jobcentern und weiteren familienpolitisch relevanten Einrichtungen Eingang gefunden haben.

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ZEFIR-Forschungsberichte Bd. 5

„Überprüfung der Verteilungsschlüssel zur Ermittlung von Regelbedarfen auf Basis der EVS 2008“

Existenzsichernde Sozialleistungen werden in Deutschland seit 1990 mit einem Statistik-Modell bemessen. Der Gesetzgeber hat das BMAS beauftragt, die Verfahren zu überprüfen und weiterzuentwickeln, die dabei seit 2011 für die Ermittlung der Regelbedarfe von Kinder und Jugendlichen sowie von Erwachsenen in Mehr-Personenhaushalten verwendet werden (§ 10 RBEG). Die Studie dient als Grundlage für die Einlösung dieses Auftrags. Die Autoren analysieren mit Hilfe empirisch-statistischer Verfahren, die dem aktuellen Forschungsstand entsprechen, das Verbrauchsverhalten von Haushalten verschiedener Größe, die über ein nied-riges, aber bedarfsdeckendes Einkommen verfügen und ein vergleichbares Wohlfahrtsniveau erreichen. Auf dieser Basis untersuchen sie die relativen zusätzlichen Bedarfe größerer Haus-halte für den gesamten, regelbedarfsrelevanten Verbrauch sowie für einzelne Gütergruppen.
Die Ergebnisse führen zu zusätzlichen Bedarfen für weitere Personen im Haushalt, die annä-hernd denen aufgrund des momentan angewandten Verfahrens entsprechen. Allerdings ließe sich mit Hilfe der im Rahmen des Forschungsauftrags entwickelten Verfahren ein alternativer Ansatz zur Ermittlung konsistenterer Verteilungsgewichte für die verschiedenen Haushalts-mitglieder auf der Basis des regelbedarfsrelevanten Gesamtverbrauchs von Mehr-Personen-Haushalten aufstellen.


Der Bericht basiert auf einem Forschungsvorhaben im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.


ZEFIR-Forschungsbericht Bd. 4

"Wie arme Kinder die Unterstadt erleben"

Das Aufwachsen in unterschiedlichen Sozialräumen der Stadt eröffnet Kindern und Jugendlichen, deren alltägliches Leben in begrenzten Räumen stattfindet, unterschiedliche Chancen und beeinflusst ihr Kinderleben. Maren Hilkes Studie "Wie arme Kinder die Unterstadt erleben. Ungleiche Kindheiten und städtischer Raum in Oberhausen und Windhoek" untersucht auf der Grundlage von Feldforschungen in Oberhausen und Windhoek, ob es Gemeinsamkeiten im Erleben von Kindern in den armen Vierteln der Städte gibt. Ziel der Untersuchung war es, die Umwelt und die damit verbundenen Lebenssituationen aus der Perspektive der Kinder darzustellen und sie nicht nur als Objekte sondern auch als Subjekte in die Forschung mit einzubeziehen. Unter Berücksichtigung der besonderen Ansprüche der Kinder, als Zielgruppe der Untersuchung, wurde zur Datengewinnung eine Methodentriangulation von Fotointerview, Fotobefragung und Gruppendiskussionsverfahren angewandt.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass die sozialkonstruierten Räume vergleichbare Effekte auf die Lebenswelt der Kinder haben. Unabhängig von den unterschiedlichen gesamtgesellschaftlichen Rahmenbedingungen, können deutliche Gemeinsamkeiten in der Bewertung der Unterstadt in Oberhausen und Windhoek aufgezeigt werden.
Die Feldforschungen fand im Rahmen zweier Lehrforschungsprojekte Prof. Strohmeiers statt.

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ZEFIR-Forschungsbericht Bd. 3

"Neuzuwanderer in städtischen Ankunftsgebieten"

Die Studie „Neuzuwanderer in städtischen Ankunftsgebieten. Rumänische und bulgarische Zuwanderer in der Dortmunder Nordstadt“ analysiert unter Berücksichtigung des Raumbezugs die Armutszuwanderung aus Rumänien und Bulgarien in die Dortmunder Nordstadt und greift damit ein aktuelles Thema, nicht nur für Dortmund, auf. Neben einer theoretischen Auseinandersetzung mit dem Interessengegenstand kommt ein Mehrmethodendesign zum Tragen. Dazu zählt die Verarbeitung kleinräumiger Daten der amtlichen Statistik, die Erhebung einschlägiger formeller Opportunitäten und strukturierte Beobachtungen zur Nutzung des öffentlichen Raums durch die Gruppe der Neuzuwanderer. Im Ergebnis zeigen sich weitreichende Einblicke in die raumabhängige Organisation von Migration.
Finanziert wurde die Studie wurde aus Eigenmitteln des Zentrums für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR).

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ZEFIR-Forschungsbericht Bd. 2

"Evaluation von Beratungsangeboten für Familien und ältere Menschen in Niedersachsen"

Das vorliegende Dokument präsentiert die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Evaluation von Beratungsangeboten für Familien und ältere Menschen in Niedersachsen“, das eine Analyse demografischer Eckdaten, eine repräsentative Haushaltsbefragung, eine Befragung von Beratungsstellen und Expertinnen und Experten aus den jeweiligen Fachbereichsleitun-gen der Landkreise und Städte sowie qualitative Interviews mit (Nicht-)Nutzerinnen und (Nicht-)Nutzern von Beratungsangeboten umfasst.
An dieser vom Land Niedersachsen finanzierten Studie waren folgende Einrichtungen beteiligt:
Faktor Familie GmbH, Bochum
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. (LVG&AFS)
Zentrum Altern und Gesellschaft (ZAG), Universität Vechta
Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR), Ruhr-Universität Bochum
Die übergreifenden Abschnitte in diesem Bericht wurden von der LVG&AFS in Abstimmung mit den Projektpartnerinnen und -partnern erarbeitet.


ZEFIR-Forschungsbericht "Sozialraumanalyse Emscherregion"

Ziel der Sozialraumanalyse ist es, Strukturen und Entwicklungen der Bevölkerung in einem hochgradig durch demographische und sozioökonomische Veränderungsprozesse geprägten Teilbereich des Ruhrgebiets – der Emscherregion – auf der räumlichen Ebene der Städte und Stadtteile zu beschreiben. Dabei werden die sozialräumlichen Muster und Veränderungen innerhalb dieser Region anhand der zentralen Dimensionen Demographie, Sozialstruktur, Bildung, Gesundheit und Lebenslage der nichtdeutschen Bevölkerung analysiert. Über eine Typisierung entlang der genannten Dimensionen werden spezifische Sozialräume ausgewiesen, die das soziale Handeln der Bewohner strukturieren und damit auch Einfluss auf ihre Lebenslage haben.

Sozialpolitische Handlungsbedarfe werden insbesondere für diejenigen Sozialräume gesehen, die sich – gemessen an der durchschnittlichen Situation aller Stadtteile in der Emscherregion – durch ein extremes Ausmaß vielfältiger Problemlagen auszeichnen.

Die Sozialraumanalyse Emscherregion stellt eine der wenigen sozialwissenschaftlichen Arbeiten dar, die Muster einer sozialräumlichen Strukturierung und Entwicklung der Bevölkerung eines Teilbereichs des Ruhrgebiets in einem interkommunalen Zusammenhang kleinräumig analysiert.

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"ZEFIR-Materialien"

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Tobias Terpoorten

Räumliche Konfiguration der Bildungschancen. Segregation und Bildungsdisparitäten am Übergang in die weiterführenden Schulen im Agglomerationsraum Ruhrgebiet.

Bochum 2014 (ISBN 978-3-9812739-7-7) / ZEFIR-Materialien Bd. 3

Die räumliche Ungleichverteilung der Wohnorte verschiedenster Bevölkerungsgruppen innerhalb der Städte, die sogenannte Segregation, ist ein klassisches Forschungsfeld der Geografie und der Stadtsoziologie. Dabei werden vor allem ethnische Aspekte und die Trennung zwischen „armen“ und „reichen“ Stadtgebieten thematisiert. Bildungsaspekte werden in diesem Kontext zumeist nur am Rande berücksichtigt. Als eigenständiges Segregationsthema spielt Bildung in der Segregationsforschung bisher keine relevante Rolle.
Die vorliegende Arbeit greift das Thema der Bildungssegregation auf und befasst sich mit kleinräumigen Strukturen und Entwicklungen der Bildungsbeteiligung in 14 Kernstädten des Ruhrgebiets. Dabei interessiert, wie stark sozialräumliche Strukturen in Städten mit der Bildungsbeteiligung der Bevölkerung zusammenhängen und welchen Einfluss das Angebot von Bildungseinrichtungen auf Bildungsentscheidungen hat. Im Fokus steht die klein- und sozialräumliche Analyse des Übergangs von der Grundschule auf die weiterführenden Schulformen.


Die vorliegende Arbeit wurde von der Fakultät für Geowissenschaften der Ruhr-Universität Bochum im Jahr 2013 als Dissertation angenommen. Sie entstand im Rahmen des BMBF-Projekts „Ansatz für ein kleinräumiges Bildungsmonitoring – Eine Analyse des Zusammenhangs zwischen sozialräumlicher Differenzierung und Bildungsbe(nach)teiligung.“ Das Projekt gehörte zum Rahmenprogramm des BMBF zur Förderung der empirischen Bildungsforschung und war als Promotionsförderung für Nachwuchswissenschaftler/-innen konzipiert. Die Projektbearbeitung fand unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier (ZEFIR) statt.

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Klaus Peter Strohmeier / Annett Schultz / Philipp Lersch

Familiengerechte Kommunen – Gemeindetypisierung familienrelevanter Rahmenbedingungen in nordrheinwestfälischen Kommunen

Audit familiengerechte Kommunen in Nordrhein-Westfalen

Bochum 2011 (ISBN 978-3-9812739-2-2) / ZEFIR-Materialien Bd.2

Das „Audit familiengerechte Kommunen“ dient als Instrument zur qualitativen Messung von Familiengerechtigkeit in nordrheinwestfälischen Kommunen. Ein Hauptziel ist es, Kommunen in Nordrhein-Westfalen in ihren familienpolitischen Aktivitäten zu unterstützen, ein nachhaltiges Engagement für Familien zu fördern sowie das Lernen vor Ort und die Entwicklungen familienpolitischer Aktivitäten vor Ort zu ermöglichen.

Ein grundsätzliches Problem eines solchen Audits ist die Definition von Analysekriterien zur Zertifikatsvergabe, die den unterschiedlichen Ausgangslagen der Familien, der Kommunen und der Familienpolitik vor Ort gerecht werden können. Insbesondere die unterschiedlichen Lebensbedingungen der Familien und daraus erwachsende differenzierte familienpolitische Bedarfe machen die Bewertung familienpolitischer Aktivitäten in den Kommunen schwierig. Benchmarkings und Rankings von Gemeinden wirken hier oft kontraproduktiv. Ein möglicher Weg um Ungleiches vergleichbar zu machen, ist die Bildung kommunaler Cluster bzw. Gemeindegruppen (d.h. die Zusammenfassung von Kommunen mit ähnlicher wirtschaftlicher bzw. sozialer Ausgangslage zu Typen), die im Vorfeld der Bewertung durchgeführt wird und die in die Auditierungsaktivitäten einbezogen werden kann.

In dieser Studie wird eine solche Typisierung auf Basis der Daten des Wegweisers Kommune der Bertelsmann Stiftung für die Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 5.000 Einwohnern vorgestellt.

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Holger Wunderlich,

Kommunalverwaltung und Familienpolitik in NRW. Auswertungsbericht

Bochum 2010 (ISBN 978-3-9812739-1-5) / ZEFIR-Materialien Bd. 1

Das Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (ZEFIR) hat von November 2009 bis Januar 2010 zum Thema „Kommunalverwaltung und Familienpolitik in NRW“ eine schriftliche Befragung aller Kommunen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Fast jede zweite NRW-Kommune hat sich an dieser Befragung beteiligt. Hierfür möchten wir uns bei den Kommunen, die sich an der Befragung beteiligt haben, herzlich bedanken!

Da es sich um eine Vollerhebung handelt und der Rücklauf sowohl bezogen auf die vier Gebietskörperschaftstypen als auch bezogen auf die Größe der Kommunen in seiner Zusammensetzung in einem hohen Maße der Verteilung der Kommunen in NRW entspricht, sind die im Auswertungsbericht nachzulesenden Ergebnisse repräsentativ für NRW.

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Angelika Engelbert / Beatrix Schwarze

„Familienunterstützende Dienstleistungen. Informationen und Handlungsansätze für die kommunale Praxis", Bochum 2010 (ISBN 978-3-9812739-0-8)

Familienunterstützende Dienstleistungen können Familien in ihrem Alltag entlasten. Ihre Nutzung bleibt jedoch weit hinter dem festgestellten Bedarf zurück. Welche Aufgaben kommen in diesem Zusammenhang auf die lokale Familienpolitik zu? Die Handreichung fasst den aktuellen Stand der Forschung und Diskussion zum Thema zusammen und beschreibt vor diesem Hintergrund zentrale Herausforderungen für das Handeln der Akteure vor Ort.

Vorhandene Modelle und Beispiele für eine gelingende Koordination und Steuerung familienunterstützender Dienstleistungen aus der Praxis bieten konkrete Anregungen. In einem ausführlichen Anhang werden außerdem Informationsmaterialien und Arbeitshilfen zur Verfügung gestellt.

Die Erstellung der Broschüre wurde gefördert vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

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